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Umweltfreundliche Wärme durch Solarenergie

Foto: myPV

1.11.2021

my-PV-Geschäftsführer Dr. Gerhard Rimpler über PV-Anlagen & Energiespeicherung


Sie sind seit vielen Jahren in der Photovoltaikbranche unterwegs, bauen aber keine Photovoltaikanlagen. Was genau macht Ihr Unternehmen?


Gerhard Rimpler: Das stimmt, ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit Solarenergie, ohne selbst Photovoltaikanlagen zu bauen. my-PV ist Hersteller für solarelektrische Haustechnik. Das bedeutet, dass wir Geräte und Produkte entwickeln und herstellen, die Photovoltaikstrom für die Warmwasseraufbereitung sowie das Heizen von Häusern und Wohnungen zur Verfügung stellen. 
  

Warum ist das, was Sie tun und wie Sie es tun, innovativ? Was macht my-PV anders?

Stimmt, Strom aus Photovoltaikstrom zu nutzen ist nichts Neues. Jedoch hat sich die Branche in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Ein für uns elementarer Schritt ist, komplexe hydraulische Systeme für die Wärmegewinnung durch bessere, effizientere und kostengünstigere Lösungen weiterzuentwickeln. Zur Veranschaulichung am Beispiel Solarthermie: Photovoltaik erzeugt Strom, Solarthermie produziert Wärme und zwar durch Wärmekollektoren. Diese sind in ihrer Herstellung, Anschaffung und Wartung kostenintensiv. Die Amortisationszeit, also jene Zeit, bis sich die Investition rechnet, ist deutlich länger. Um einen solaren Wandel in der Gesellschaft herbeizuführen, sind das schlechte Voraussetzungen. Photovoltaik ist außerdem vielseitig. Der erzeugte Strom lässt sich in allen Geräten im Haushalt bis hin zum Elektroauto nutzen und er kann auch zur Erwärmung des Warmwassers bzw. für eine elektrische Heizung verwendet werden. Eine solarthermische Anlage hingegen kann nur Wärme erzeugen. Wir bei my-PV nutzen den Strom der mittlerweile sehr günstigen Photovoltaikmodule und wandeln diesen Strom erst direkt bei der Bedarfsstelle in jene Wärme um, die gebraucht wird – sei es über eine elektrische Heizung oder einen Warmwasserspeicher. Verluste durch Wärmeverteilung werden dabei minimiert. 

Dr. Gerhard Rimpler Foto: myPV
Dr. Gerhard Rimpler Foto: myPV

Aber ist Heizen mit Strom wirklich sinnvoll?

Elektrische Heizungen haben den Ruf, sehr teuer im Betrieb zu sein. Das stimmt unter zwei Rahmenbedingungen, die beide heute nicht mehr zwingend zutreffen. Erstens bei einem hohen Heizwärmebedarf von Gebäuden und zweitens, wenn man 100 Prozent Strom beziehen muss. Ersteres ist bei Neubauten oder thermisch sanierten Gebäuden nicht mehr der Fall. Zweiteres lösen wir, indem wir den kostengünstigen Photovoltaikstrom vom Dach nutzen. Die Folgen sind 30 Prozent geringere Betriebskosten und bis zu 30 Prozent geringere Investitionskosten im Vergleich zu konventionellen Heizungssystemen. Voraussetzung dafür ist also ein gut gedämmtes Gebäude, das heute bei Neubauten und Sanierungen eigentlich selbstverständlich ist.

Sie haben vor Kurzem in Neuzeug Ihr neues Firmengebäude bezogen. Haben Sie dort Ihre Technologie ebenfalls eingesetzt?

Selbstverständlich und nicht nur das! Unser neues Firmengebäude ist ein Beispiel dafür, wie wir von my-PV uns Gewerbegebäude der Zukunft vorstellen: solarelektrisch, nachhaltig, umweltfreundlich und trotzdem ökonomisch und vor allem auch „heimelig“, unser Team soll sich wohlfühlen. Wir haben nicht nur unsere eigenen Produkte verbaut, wir haben auch erstmals das Gebäudefundament mittels Elektroheizdrähten als Wärmespeichermedium eingesetzt, sodass der Beton zum Tagspeicher für den Photovoltaiküberschuss wird. Diese Fundamentplatte speichert so viel Wärme wie 12.000 Liter Wasser und unsere Photovoltaikanlage liefert so viel Strom, wie 20 Haushalte durchschnittlich pro Jahr benötigen!

Weitere Infos & Kontakt:
my-PV GmbH
Betriebsstraße 12
4523 Neuzeug
Telefon: 07259/393 28
E-Mail: info@my-pv.com
Web: www.my-pv.com