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Zehn Tipps zum klimafitten Jahr 2021

Foto: Robert Maybach

19.03.2021

Jeder Einzelne, ob klein oder groß, kann seinen Beitrag leisten, das Klima zu schützen und nachhaltiger zu leben.


Extreme Wettereignisse wie Waldbrände, Überschwemmungen und Stürme nehmen weltweit zu. Klimaforscher und Kilmaforscherinnen sind sich einig, dass die Erwärmung der Erde auf maximal 1,5 Grad Celsius beschränkt werden muss, um noch größere Katastrophen zu verhindern.
  

„Wir haben täglich viele Möglichkeiten, das Klima zu schützen, indem man seine Gewohnheiten ein wenig ändert. Wenn 2021 die Forderungen des Klimavolksbegehrens in Gesetze gegossen werden, wäre das ein längst notwendiger Schritt in eine bessere Zukunft“, appelliert Mag.a Gabriele Homolka von „Die Umweltberatung“.

Zehn Schritte zum Klimaschutz

1. Mehr pflanzliche, weniger tierische Lebensmittel essen: Jede pflanzliche Zutat, die eine tierische ersetzt, wirkt sich positiv auf das Klima aus. Also sollte 2021 Gemüse der Star auf dem Teller sein. Mut zu Neuem ist die Devise: Hafermilch statt Kuhmilch trinken, Bohnenburger statt faschierte Laibchen braten, geröstete Nüsse statt Käse als Topping zum Garnieren verwenden. Es gibt viele Möglichkeiten für klimafreundlichen Genuss.

2. Saisonale Biolebensmittel aus der Region bevorzugen: Wie wäre es, heuer weit gereiste Lebensmittel links liegen zu lassen? Stattdessen empfiehlt sich der Spaziergang zum regionalen (Bio-)Markt. Es geht auch ganz bequem: In Bio-Kistln kommen online bestellte Lebensmittel direkt vor die Tür und Foodcoops organisieren gemeinschaftlich beste Lebensmittel von regionalen Anbieter und Anbieterinnen.

Wintersalat aus regionalen Lebensmitteln Foto: G.Homolka/Die Umweltberatung
Wintersalat aus regionalen Lebensmitteln Foto: G.Homolka/Die Umweltberatung

3. Lebensmittelvorräte verbrauchen, bevor sie schlecht werden: Die europäischen Länder könnten pro Jahr 69 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente nur durch die Vermeidung der Lebensmittelverschwendung einsparen. Das ist beinahe so viel, wie Österreich insgesamt durch Industrie, Verkehr, Heizen, Essen usw. verursacht. Also am besten gleich eine Inventur bei den Vorräten zu Hause machen und sie laufend zum Kochen verwenden.

4. Zero Waste im Alltag einführen: Verpackungen bestehen meist aus wertvollen Rohstoffen wie Erdöl oder Aluminium. Selbst wenn sie aus Papier bestehen, muss das Holz dafür gerodet und energieaufwendig in Verpackungen umgewandelt werden. Wiederbefüllbare Boxen, Gläser und Sackerl sind die Lösung und können zu jedem Einkauf mitgenommen werden.

5. Strom sparen: Licht und die Kaffeemaschine abdrehen, wenn sie nicht genutzt wird, und den Fernseher ganz abschalten statt ihn im Standby- Modus laufen lassen. Das sind nur ein paar Beispiele, wie Strom effizienter genutzt werden kann.

6. Zu grünem Stromanbieter wechseln: Der Strommix schlägt sich je nach Anteil von Kohle und Gas an der Stromerzeugung erheblich in unserer Ökobilanz nieder. Je mehr erneuerbare Energien, wie Windkraft, Wasserkraft oder Photovoltaik, für die Stromerzeugung verwendet werden, desto besser. Nachhaltig erzeugten Strom erkennt man am Umweltzeichen für Strom. Den Stromanbieter zu wechseln, ist ganz einfach, die Firmen helfen dabei.

7. Heizung um ein Grad runterdrehen: Das Absenken der Raumtemperatur um ein Grad Celsius senkt den Energieverbrauch und damit auch die Heizkosten bis zu sechs Prozent. In Räumen, die nur selten benutzt werden, sowie in Schlafräumen sollte die Temperatur auch tagsüber um zwei bis drei Grad Celsius niedriger sein als in Wohnräumen. Mit Thermostatventilen lässt sich das leicht einstellen.

8. Dinge reparieren und länger nutzen: Reparieren verringert nicht nur die Abfallberge, sondern schont auch das Klima und erhält Arbeitsplätze in der Region. Secondhandkauf statt Neukauf ist ebenfalls ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz und kommt außerdem billiger. Adressen von Reparaturprofis, die zum Teil auch Secondhandware verkaufen, bietet das Reparaturnetzwerk auf: www.reparaturnetzwerk.at

9. Papier zu Hause reduzieren, Werbung und Kataloge abbestellen: Weniger Prospekte sparen nicht nur CO2-Ausstoß, sondern auch Geld, weil man nicht zu unnötigem Konsum verleitet wird. Allein durch das Pickerl gegen unerwünschte Werbung am Postkasten kann etwa 100 Kilogramm Papier pro Jahr eingespart werden und hier sind persönlich adressierte Kataloge und Werbezuschriften noch gar nicht einberechnet.

10. Das Radl nehmen oder zu Fuß gehen: Etwa 50 Prozent der Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer – also perfekt zum Radeln oder als Spaziergang geeignet. Diese Bewegung im Alltag ist nicht nur dem Klima, sondern auch der Gesundheit zuträglich.

Auf der Homepage der Umweltberatung gibt es zu diesen Themen viele Spartipps, Infobroschüren und Rezepte unter: www.umweltberatung.at

Auf www.umweltberatung.at/klima gibt es zudem viele Tipps zum Klimaschutz. An der Hotline 01 803 32 32 beraten Umweltberater und Umweltberatinnen individuell und firmenunabhängig zum klimaschonenden Alltag.