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Statistik Austria: Die Zukunft bei den Pkw wird elektrisch

E-Autos sind weiter im Kommen. Foto: Mercedes-Benz

30.01.2024

Automobilimporteure erklären, dass motorisierte individuelle Mobilität leistbar bleiben muss. Förderungen für E-Autos werden fortgesetzt.

Eine Steigerung des Geschäftsjahres auf knapp 240.000 Neuzulassungen bei den Personenkraftwagen und somit um rund elf Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 konnten die österreichischen Automobilimporteure in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Statistik Austria vermelden.

Nach dem schlechten Jahr 2022 konnte man zwar den Abwärtstrend stoppen, aber man sei nach wie vor weit von einem „Normaljahr“ mit bis zu 350.000 Einheiten in den Vor-Corona-Jahren entfernt, erklärte Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure. Er betonte, dass man von einer Trendumkehr daher nicht sprechen könne.

„Im letzten Jahr konnten die Lieferketten und somit auch die Produktionen wieder stabilisiert werden. Das führte zum Abbau der Aufträge aus 2022 und zu einer Normalisierung der Lieferzeiten. Doch das Jahr 2023 war auch geprägt von einer extremen Teuerungswelle in allen Bereichen und insbesondere die hohen Energiepreise führten zu einer weiteren Verunsicherung der Bevölkerung. Das Ergebnis ist eine spürbare Kaufzurückhaltung sowohl im privaten Bereich als auch im Firmengeschäft“, führte Kerle aus.

Dies würde vielleicht einige politische Akteure freuen, wäre aber für die angestrebte CO2-Reduktion im Straßenverkehr keine positive Nachricht, da es zu einer weiteren Veralterung des Fahrzeugbestands und damit zu einer Verlangsamung der CO2-Reduktion komme. Die Zukunft bei den Pkw sei jedenfalls zumindest in Europa elektrisch, die Unsicherheit speziell im Privatkundenbereich immer noch sehr hoch.

Transparente Ladetarife

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur muss weiter beschleunigt und die Ladetarife transparent und einfach werden. Kerle sprach sich jedenfalls gegen weitere Belastungen aus und forderte eine Reform der Pendlerpauschale, keine weitere Erhöhung der Mineralölsteuer sowie eine Valorisierung des Kilometergelds und der Luxustangente.

Die individuelle motorisierte Mobilität muss auf jeden Fall für alle Bürgerinnen und Bürger leistbar bleiben. Für 2024 bleibt die Gesamtsituation weiter herausfordernd, das erste Halbjahr wird vom geordneten Abbau der Auftragsbestände dominiert, während das zweite Halbjahr insbesondere von Produktneuheiten und absatzbelebenden Maßnahmen geprägt sein wird. Man rechnet aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen mit einem ähnlichen Geschäftsjahr wie 2023.

Die Regulierungsbehörde E-Control hat auf der Webseite www.ladetarife.at einen Vergleichsrechner für öffentlich zugängliche Ladestellen für E-Autos erstellt. Der Rechner vergleicht 24 Tarife von 14 Anbietern, angepasst an das Nutzungsverhalten.

Kfz-Neuzulassungen 2023

2023 gab es in ganz Österreich 47.621 Elektro-Pkw-Neuzulassungen sowie 52.967 Benzin/Elektro-Hybrid-Pkw-Neuzulassungen und 14.619 Diesel/Elektro-Hybrid-Pkw-Neuzulassungen.

In Oberösterreich waren dies laut Statistik Austria 8281 E-Autos, 8287 Benzin/Elektro-Hybrid-Modelle und 2268 Diesel/Elektro-Hybrid-Modelle (Statistik Austria Kfz-Statistik, erstellt am 11. Jänner 2024).

Förderungen fortsetzen

Die Förderung der Elektromobilität in Österreich wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Sie setzt sich aus dem E-Mobilitätsbonusanteil des Klimaschutzministeriums sowie dem Anteil der Auto- und Zweiradimporteure zusammen, teilte das Ministerium in einer Aussendung mit.

Für die Aktion stehen insgesamt 114,5 Millionen Euro zur Verfügung. Privatpersonen erhalten für den Kauf eines Elektroautos bis zu 5000 Euro. Der Kauf eines E-Motorrads wird mit bis zu 2300 Euro unterstützt.

Private Ladeinfrastruktur wird ebenfalls gefördert. Für Wallboxen und Ladekabel gibt es bis zu 600 Euro, Errichter von Gemeinschaftsanlagen in Mehrparteienhäusern erhalten bis zu 1800 Euro. Für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur gibt es bis zu 30.000 Euro Förderung.

Im Förderprogramm LADIN sind weitere zehn Millionen Euro vorgesehen, um die Ladeinfrastruktur in bisher unterversorgten Gebieten voranzutreiben.

„Der Verkehr ist nach wie vor das Sorgenkind im Klimaschutz“, sagte Klimaministerin Leonore Gewessler. Die E-Mobilitätsförderung bringt durchaus den gewünschten Erfolg, sieht sich das Ministerium bestätigt. Im Oktober entfielen demnach mehr als 23 Prozent der Pkw-Neuzulassungen auf rein elektrisch betriebene Fahrzeuge-fast drei Prozent aller zugelassenen Autos sind E-Autos.

KI hält Einzug in Autos

Dieses Jahr wird die künstliche Intelligenz (KI) Einzug ins Auto halten und sie zu fahrenden Computern machen. Die Firmen TomTom und Microsoft bringen eine sehr ausgefeilte und umfangreiche Sprachsteuerung in die Fahrzeuge. Apple startete CarPlay 2.0 mit Porsche und Aston Martin.

Die von Microsoft entwickelte KI nutzt die Cloud-Sprachmodelle des ‘US-Konzerns sowie die Sprachmodelle von OpenAI. Fahrenden wird es ermöglicht, Navigationsbefehle zu erteilen.